KMU-Crowdlending erklärt von Myriam Reinle

Ende der 90er und Anfang der 2000er Jahre tauchte das Peer-to-Peer-Modell erst im Internet auf. Damals begann Myriam ihre Karriere in der Schweiz gerade in der Marketingabteilung der UBS. Nach fünf Jahren in diesem Unternehmensumfeld beschloss sie einen klaren Schnitt zu machen und in den digitalen Bereich zu wechseln. Genauer gesagt in der Marketingabteilung von Tamedia. Nach zehn Jahren wechselte sie in die Geschäftsführung der Lendico (Schweiz) AG. Aktuell (Dezember 2019) beschäftigt sich Myriam mit ihrer Karriere im Bereich der Blockchain und verfolgt daher einen strategischen Kurs zu diesem Thema.

Ich freue mich, dass ich Myriam für unseren Crowdlending-Podcast interviewen durfte. Während unseres Gesprächst hat Myriam einige Vorteile dieser besonderen Anlageklasse beschrieben, einige Ratschläge für neue Investoren im Crowdlending gegeben und die Zukunft dieser Branche diskutiert.

Im folgenden Teil fasse ich die wichtigsten Punkte aus unserem Gespräch zusammen. Die Folge finden Sie unter diesem link.

Die Strategie von Post Finance und der Lendico-Gruppe war anfangs auf KMU ausgerichtet. Konsum- oder Immobilienkredite waren zwar nicht ausgeschlosse, standen aber sicherlich nicht im Fokus der ersten Jahre. Tatsächlich haben einige zu Angang bei Lendico Verbraucher- oder Immobilienkredite erfahren. Aber dann, nach ein oder zwei Jahren, musste Lendico damit aufhören und sich auf KMUs konzentrieren.

Es ist auch eine attraktive Investition, da die Korrelation zu den Kapitalmärkten sehr gering ist und es ermöglicht, in die Realwirtschaft zu investieren, was sich hervorragend zur Diversifikation eignet.

Irgendwelche Ratschläge für neue Privatanleger?

Wir empfehlen immer, das Portfolio und damit das Risiko zu diversifizieren. Das ist der wichtigste Rat, den wir unseren Anlegern geben.

Neben der Diversifikation sollten neue Investoren die Plattformen vergleichen. Tatsächlich scheinen die Angebote ähnlich zu sein. Es gibt jedoch einige Punkte, die ein Anleger beachten sollte. Zum Beispiel die Verbriefung des Darlehens. Denn das Risiko ist unterschiedlich, wenn der Kredit durch Sicherheiten unterlegt ist.

Darüber hinaus kann sich die Vertragsart auch zwischen den Plattformen unterscheiden. Es kann eine Peer-to-Peer-Vereinbarung oder ein Vertrag mit einer dazwischen liegenden Plattform sein. Der Zinssatz kann ein fest definierter Zinssatz sein oder über eine Auktion ermittelt werden. Schließlich können die Gebühren von Plattform zu Plattform variieren.

Wie könnten wir die Crowdlending-Branche ins Rampenlicht rücken?

Wir sollten versuchen, mit Treuhändern zusammenzuarbeiten und ihnen die Vorteile dieser neuen alternativen Finanzierung zu erklären. Die Zusammenarbeit mit anderen Plattformen kann sicherlich dazu beitragen, das Thema zu verbreiten und weiterzuentwickeln.

Was kommt als nächstes für die Crowdlending-Branche?

Es ist eher eine Kombination aus kleinen Schritten als einer großen Revolution.

Da Institutionen schneller mehr Projekte finanzieren können, sollte dass das Produkt für sie eingerichtet und standardisiert. In der Zwischenzeit ist jedes KMU anders, daher werden viele Ressourcen für die Bonitätsprüfung benötigt.

Dies bringt uns zum nächsten aufkommenden Trend in der Crowdlending-Branche: Automatisierung und maschinelles Lernen. Es sollte so weit wie möglich optimiert werden, weil es ein Volumengeschäft ist.

Im Grossen und Ganzen ist jedoch die Aufklärung das Wichtigste. Das Thema ist „zu unbekannt“, und es gibt viel Kommunikationsarbeit zu leisten. Crowdlending-Akteure sollten sich in diesem Sinne anstrengen.

Hören Sie sich den vollständigen Austausch mit Myriam an und bleiben Sie dran für die nächste Folge!

Dieser Podcast befasst sich mit der Crowdlending-Branche. Unsere Mission ist es, Sie mit allen Erkenntnissen aus diesem Markt zu versorgen und Ihnen zu helfen, informierte Entscheidungen zu treffen. Ich freue mich, diesen Podcast zu hosten und hoffentlich allen unseren Zuhörern einen Mehrwert zu bieten.

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